Biografie
Jean-Nicholas-Arthur Rimbaud wird am 20. Oktober 1854 in Charleville in den Ardennen im Nordosten
Frankreichs geboren. Sein Vater Frédéric ist Hauptmann der Infanterie, seine Mutter
Tochter eines Bauern. Der Vater verlässt die Familie als Arthur sechs Jahre alt ist.
Schon in frühester Jugend schreibt er seine ersten Verse.
Er schließt Freundschaft mit dem Lehrer Georges Izambard. Von seinen Lehren beeinflußt
veröffentlicht er seine ersten Gedichte. Als der deutsch-französische Krieg ausbricht
verlässt Izambard Charleville. Rimbaud flieht zum ersten Mal, gelangt Douai und tritt
dort in die Nationalgarde ein, er erlebt die Schrecken des Krieges. Er schreibt
Le Dormeur du Val.
Seine dritte Flucht aus Charleville führt ihn nach Paris.
Rimbaud schickt drei Gedichte an den zehn Jahre älteren Dichter Paul Verlaine. Dieser ist
begeistert und lädt Rimbaud zu sich nach Paris ein. Die beiden gehen eine stürmische
Beziehung ein. Mit 17 schreibt Rimbaud Le Bateau ivre (1871), das Paul Celan ins Deutsche
übersetzte.
Verlaine und Rimbaud lebten eine Zeit lang in London und 1873
fand die Beziehung ein jähes Ende, als Verlaine in Brüssel auf Rimbaud schießt und ihn
dabei an der Hand verletzt. Verlaine kommt daraufhin für 2 Jahre ins Gefängnis.
Rimbaud kehrt nach Roche in die Nähe seiner Heimat zurück und vollendet sein Meisterwerk
Une saison en enfer (1873).
In diesem Jahr hört Rimbaud mit 19 Jahren auf zu schreiben. Er lernt Deutsch, Arabisch
und Russisch. Er reist durch Europa, Afrika und Asien bis er sich 1880
als Händler in Nord-Afrika niederlässt.
Währenddessen veröffentlicht Verlaine - im Glauben, Rimbaud sei tot - einige Gedichte in
den Band Illuminations (1886), in dem das Sonnet des
Voyelles, einem Werk über den Klang und den Sinn des Wortes enthalten ist.
Ein Tumor am Knie zwingt Rimbaud 1891 nach Frankreich
zurückzukehren. Sein rechts Bein wird amputiert. Seine kleine Schwester Isabelle kümmert
sich rührend um ihn. Obwohl die Diagnose auf Krebs lautet, kann eine Syphilis nicht
ausgeschlossen werden. Arthur Rimbaud stirbt am 10. November 1891
im Krankenhaus in Marseille.
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